Dornier Do 27 & Do 29 – Himmel & Hölle

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Geschichte
Die Do 27 ist das erste in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg in Großserie (628 Exemplare) hergestellte deutsche Flugzeug, das in mehr als 20 Länder verkauft wurde. Sie hat eine hohe Zuladung (72% der Leermasse), ist für bis zu 6 Personen ausgelegt und verfügt über gute STOL-Eigenschaften. Erstflugmäßig stammt sie aus dem Jahre 1955.

Die Dornier Do 29 entstand als Versuchsflugzeug für den Kurzstart mit Schwenkpropellern, basierend auf der Do 27. Nur zwei Exemplare wurden gebaut. Eines ging durch Absturz verloren, das andere hängt inzwischen im Dornier-Museum Friedrichshafen an der Decke.

Bei der Do 27 haben mich schon immer die gefällige Form und die klare Metallbau-Konstruktion und -Struktur fasziniert. Bei der Do 29 ist es der Bezug zum „Senkrechtstarter-Hype“ der 1950er-Jahre (vergl. SNECMA Coleopter S.N.E.C.M.A. C 450 Coleopter aus dem Mach 2 Kit in 1:72 etc.) und die Verwendung von schwenkbaren Schubpropellern, die es schon mal bei Do 26 und Do 212 gab (vergl. Dornier-Flugboote der Deutschen Lufthansa und 1/72 Dornier Do 212 - Alliance).

Literatur:
[1] Flugzeug Profile 02 – Do 27, Flugzeug Publikations GmbH
[2] Karl Kössler: Dornier Do 27 - ein bewährtes Flugzeug wird 37 Jahre alt, Jet & Prop 1993-3
[3] Siegfried Borzutzki: Die Mufti-Do im grünen Kleid (Baubericht Huma-Modell), Flugzeug 1992-05
[4] Dornier Do 27 Bildergalerie  Do 27 Bildergalerie - do28.com
[5] Dornier Do 27 - ... aus dem Archiv Dornier Do 27 - ... aus dem Archiv
[6] Wolfgang Mühlbauer: Le Dornier 29. Un ADAC qui tourna court, Le Fana de l’Aviation 505, Dezember 2011
[7] Wolfgang Mühlbauer: Dornier 29. Kurzstarter mit Schwenkpropellern, Flugzeug Klassik 2008-12.
[8] Hans Justus Meier: Zwischen STOL und VTOL – Dornier Do 29, Luftfahrt International 2/1980

Bausätze
Die Idee zum vorliegenden Baubericht kam, als ich Bausatzbesprechungen des neuen 1/72 Spritzguss-Bausatzes der Do 27 von Special Hobby gelesen habe. In Erwartung eines himmlischen Modells, das mit geringem Aufwand die bestmögliche Darstellung einer Do 27 ergeben würde, habe ich beim Händler meines Vertrauens einen Bausatz gekauft. Den Gegenpol (Hölle) sollte der schon vor fünf Jahren gekaufte Resin-Bausatz der Dornier Do 29 von Unicraft bilden, der ja auch mal mit der Absicht beschafft wurde, daraus ein Modell zu bauen. Dann war da aber auch noch der ebenfalls schon vor fünf Jahren gekaufte Huma-Bausatz der Do 27. Vergleiche zwischen Special Hobby und Huma bieten sich an und eine Einarbeitung in die Vorbilder bzw. Vorgänger müsste dem Bau der Do 29 zugutekommen.

In den Bildern ein direkter Vergleich zwischen Special Hobby und Huma der Hauptbauteile, Rumpf und Flügel, der zeigt, dass die beiden höchstens bei der Größe der Fensterflächen etwas auseinander liegen. Für mich ist das OK und ich mache daraus keine Affäre.

 
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Norboo

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Da schau ich sehr gerne zu und kann bestimmt eine Menge lernen. Alle drei Bausätze warten auch bei mir auf den Bau. Ein sehr interessantes Projekt!
 
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Baubericht
Beginnen wir aber zunächst mal im „Himmel“! Special Hobbys Bausatz ist tatsächlich ein Gedicht. Man muss aber rechtzeitig festlegen, welches Vorbild man bauen möchte, um die richtige Ausstattung von Cockpit und Kabine zu wählen. Bei mir soll es die AS+903 in Silber werden. Daher habe ich mich für vier Sitze mit reichlich freier Ladefläche davor und auch mit nur einem Steuerknüppel entschieden (Do 27 A). Leider sind keine Gurte im Bausatz. Meine stammen von Airmodel. Die rudimentären Passagier-Sitze erscheinen mir für die frühe Militärversion plausibel. Sie erinnern an die Mannschaftstransportwagen der Bundeswehr.

 
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Ein großes und unerwartetes(!) Plus des Special Hobby Bausatzes ist die für andere Versionen gedachte Einrichtung mit Passagiersitzen und einem Zweimann-Cockpit! Das ist der Ideale Upgrade des Huma-Bausatzes, dessen Cockpiteinrichtung ansonsten sehr rudimentär ausfallen würde. Lediglich die weißen Sitze im Bild wurden von Huma verwendet. Alles andere (grau) von Special Hobby. Und das Beste dabei: Special Hobby passt in den Huma-Rumpf.

 
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Die Hälften des Huma-Rumpfs kann man getrost zusammenkleben, weil alle Einbauten durch die großen Tür-, Fenster- und Dachöffnungen vorgenommen werden können. Ein Manko des Huma-Bausatzes ist ja das, dass es keinen vorderen Abschluss des Cockpits im Fußbodenbereich gibt. Dies besorgt nun die Trennwand aus dem SH-Bausatz.

 
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Bei Special Hobby sollte man die Innenseiten von Türen und Seitenfenster noch grundieren und waschen, damit deren Blech-Strukturen hervorgehoben werden.
 
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Dann können die Flügel montiert werden. Hier sieht man mal, wieviel mehr Detail SH vorgesehen hat. Im SH-Flügel habe ich einen Schweißdraht als Holm platziert, um den Flügel langfristig gegen Herunterhängen zu stützen. Der Huma-Flügel ist massiv gegossen.

 
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Eigentlich „schnappen“ die SH-Klarsichtteile in die dafür vorgesehenen Öffnungen. Kleine Spalte kann man mit heißem Wachs leicht schließen. Trotz allem Bemühen blieben aber die beiden weißen Flecke, die von der Angussstelle am Gussast stammen. Alles feilen und polieren hat nichts genützt. Zunächst hatte ich das bei Huma, aber leider nun auch beim SH-Modell (bloß da etwas kleiner). Das fiese ist, solange man die Teile in der Hand hat, fällt die Stelle kaum auf. Erst nach dem Kleben. Alle Scheiben wurden mit Revell Contacta Clear geklebt. Randspalte wurden anschließend mit grauem Heißwachs gefüllt (siehe viertes Bild).
 
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Norboo

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Dann können die Flügel montiert werden. Hier sieht man mal, wieviel mehr Detail SH vorgesehen hat. Im SH-Flügel habe ich einen Schweißdraht als Holm platziert, um den Flügel langfristig gegen Herunterhängen zu stützen. Der Huma-Flügel ist massiv gegossen.

Ist der Holm bei der kleinen Spannweite wirklich nötig? Hast Du da schon mal schlechte Erfahrungen gemacht?
 
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Reine Vorsicht, keine Pflicht!

meine Do-X in 1:144 hat aber nach 30 Jahren eine stark negative V-Stellung bekommen
 
H.-J.Fischer

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Guten Morgen Urig,

diesen "Absatz" zwischen Landeklappe und Querruder gibt es beim Original nicht. Die Tragfläche
endet vor den Klappen in einer Linie.


Gruß
Hans-Jürgen
 
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so ein Elend (mein Himmel hat Wolken)
Du hast natürlich Recht!
 
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